Die EU fragt Spielefirmen, wie wichtig die Exklusivität von Call of Duty für Xbox wirklich ist

In den letzten Wochen gab es bei der Übernahme von Activision durch Microsoft mehrere Entwicklungen, während der Deal weiter Gestalt annahm. Sie wurde auch von konkurrierenden Unternehmen und Organisationen etwas genauer unter die Lupe genommen. Jetzt, da die EU ihre Untersuchung einleitet, hat sie Berichten zufolge Fragebögen an Spieleentwickler verschickt und sie gebeten, sich zu den Auswirkungen dieser Übernahme auf die Konkurrenten von Xbox zu äußern.

Wie berichtet von Reutershat die EU einen Fragebogen mit über 100 Fragen verschickt, in dem "Spieleentwickler, -verleger und -vertreiber gefragt wurden, ob der Deal ihre Verhandlungsmacht in Bezug auf die Bedingungen für den Verkauf von Konsolen- und PC-Spielen über Microsofts Xbox und seinen Cloud-Spiele-Streaming-Dienst Game Pass beeinflussen würde".

Außerdem wollte man wissen, ob es "genügend alternative Anbieter" gäbe, falls Xbox beschließen sollte, Activisions Spiele zu Exklusivtiteln zu machen. Vor allem will der Fragebogen auch wissen, welche Bedeutung Call of Duty-Titel für andere Konsolenentwickler, Drittanbieter und Cloud-Gaming-Unternehmen haben. Außerdem wird gefragt, wer von PlayStation, GeForce Now, Stadia, Amazon Luna und Facebook Gaming nach dem Deal am attraktivsten wäre. Die Befragten haben bis zum 10. Oktober Zeit, ihre Antwort abzugeben.

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Via: Adobe Stock

Sony, einer der größten Konkurrenten von Xbox, hat sich besonders lautstark gegen diesen Deal ausgesprochen. Seine größte Sorge war die Zukunft der Call of Duty-Titel auf der PlayStation, falls der Deal zustande käme, der immer noch in der Schwebe hängt, da der von Xbox vorgeschlagene Deal "unzureichend" war. Abgesehen von Sony, das sich in dieser Angelegenheit geäußert hat, ist Berichten zufolge auch Jim Ryan von SIE kürzlich nach Europa geflogen, um die EU davon zu überzeugen, dieses Geschäft zu verhindern. Die britische Wettbewerbsbehörde CMA führt derzeit eine zweite Untersuchungsrunde in dieser Angelegenheit durch und hat eine Frist bis März 2023 für eine Entscheidung gesetzt.

Trotz der jüngsten Kritik ist der CEO von Microsoft, Satya Nadella, zuversichtlich, dass das Geschäft zustande kommt. Sogar Brasilien hat diesen Deal abgesegnet, und auch Xbox hat in Meta einen Unterstützer gefunden.

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