Zynga will Usern von Farmville die Möglichkeit geben, Virtual Items zu echtem Geld zu machen

zyngaLaut Zyngas indischem Country Manager Shan Kadavil, plant das Unternehmen derzeit, Usern die Möglichkeit zu geben, etwa in Farmville aus ihren virtuellen Items echtes Geld zu machen. Dies berichtet die India Times. Das System soll anscheinend so funktionieren, dass Spieler ihre Items und Ingame-Währung verkaufen können. Während dies etwa in World of Warcraft, Lord of the Rings Online oder Warhammer Online verboten ist, gibt es MMOs, in denen Spieler tatsächlich echtes Geld verdienen können, allen voran Second Life.

Dies hört sich zunächst sehr verlockend an. Doch ganz so einfach an viel Geld kommt man nicht. So muss man etwa in Second Life 250 sogenannte Linden Dollar Ingame verdienen, um damit einen US-Dollar echte Währung zu erhalten. Im MMORPG Entropia Universe entsprechen zehn Project Entropia Dollars einem US-Dollar. Daher kann es also mitunter recht lange dauern, bis man einen höheren Betrag “erspielt” hat. Für Gamer, die viel Zeit in ihr Hobby investieren kann dies aber ein netter “Nebenverdienst” sein.

Allerdings steigt hiermit auch die Online-Kriminalität. Gehackte Accounts etwa sind dadurch wesentlich mehr wert und auch Betrug innerhalb eines Spiels kann sich häufen. Wie bereits erwähnt, ist es beispielsweise in World of Warcraft verboten, Ingame-Items gegen echtes Geld beispielsweise auf Ebay zu verkaufen. Damit will man etwa das “Goldfarmen” eindämmen, bei dem Menschen dazu missbraucht werden, für einen Hungerlohn den ganzen Tag im Spiel Gold zu ergattern, welches dann von den Betreibern gegen echtes Geld verkauft wird. Zudem spielt die Problematik des Glücksspiels eine zusätzliche Rolle. Denn Geld in einem Spiel zu “gewinnen” und dieses in echter Währung auszahlen zu lassen, könnte unter die Glücksspielregelung fallen, was Unternehmen dazu zwingen würde, spezielle Klauseln in ihre EULAs einzubinden.

Wie genau Zyngas Pläne aussehen und mit welcher Conversion Rate die User für die Währung rechnen können, steht noch nicht fest. Das Unternehmen prüft derzeit auch, wie mit der etwaigen Problematik des Glücksspiels umgegangen wird. Sollte es jedoch dazu kommen, dass Spieler in Zukunft ihre virtuellen Güter in Farmville zu echtem Geld machen können, werden sicher weitere Unternehmen diesem Beispiel folgen.

Einen Kommentar schreiben: