Was wird das Online Games Business verändern?

Die Frage scheint klar formuliert zu sein, doch ist sie um so schwerer zu beantworten. Was also wird als nächstes kommen? Ändert sich überhaupt noch was? Ist das Online Games Business nicht bekannt dafür so sehr beweglich zu sein und immer offen für neue frische Ideen zu sein? Wo sind sie und was würden sie bringen? GameBizz hat einige Möglichkeiten gesammelt und diese mit einer Prise Humor versehen.

1.Bigpoint - Poisonville

Erst vor kurzem kündigte Bigpoint seinen 1 Millionen Euro Entwicklungskosten Titel Poisonville an. Das ist sicherlich ein neuer Superlativ, aber ein Erbeben der Online Games Welt konnte man bislang nicht vernehmen. Jedoch durfte man auf der Games Convention Online erste Bilder vernehmen und einen Twitter Account gibt es auch schon. Wenn alles gut geht, darf man schon bald Gangster spielen in Poisonville.

Mögliches Szenario: Alle Entwickler bringen nur noch eye-candy Games wie Poisonville raus und müssen sich auf Grund der zu hohen Entwicklungskosten verschulden. Der Free-To-Play wird ähnlich leer wie der Retail-Markt.

(Wahrscheinlichkeit: 1%)

2.OnLive

Die Beta-Phase von OnLive, die erst vor kurzem angekündigt wurde, könnte da schon eher die Szene im Online Games Business aufmischen. Sollte man die Problematik mit dem Delay, der Verzögerung im Spiel, unter Kontrolle bekommen und somit den Spielespaß auf höchstem Niveau garantieren können, wird dies sicherlich das neue Must-Have-Gadget für jeden Gamer sein.

Mögliches Szenario Nr.1: OnLive wird als Produkt ein zweites Duke Nukem Forever und bleibt ein Traum eines jeden Gamers.

(Wahrscheinlichkeit: 25%)

Mögliches Szenario Nr.2: OnLive schafft es die Beta-Phase zügig zu beenden, Probleme zu lösen und das Produkt auch noch in Europa und Asien zu etablieren.

(Wahrscheinlichkeit: 25% plus Daumen-Drücken von vielen vielen Gamern)

3. Neue Monetarisierungs Plattformen

SponsorPay, Offerpal, SuperRewards oder Peanut Labs Media: Sie alle haben sich darauf spezialisiert, nicht-zahlende User in zahlende umzuwandeln. Das Prinzip der neuartigen Monetarisierung ist eigentlich gar nicht so schwer und doch wurde dieses Modell lange Zeit nicht bei Online Games benutzt. Nun überrollen diese Firmen die Publisher und Developer beinahe und könnten ihnen einen weiteren Geldsegen bereiten. Zusätzlich dürfen jetzt auch sparsame bis geizige Schüler in den Genuß der Premium Features und der virtuellen Währungen/Güter kommen.

Mögliches Szenario: Genervt durch die vielen Schüler mit viel Zeit und nun auch genug/viel virtueller Währung, haben beschäftigte Geschäftsmänner keinerlei Chancen mehr, selbst mit viel Geld, gegen diese zu gewinnen und entscheiden sich anstatt Online Games zu spielen mehr zu golfen. Die Umsätze brechen rapide ein und die neuen Monetarisierungsplattformen werden als Verursacher beschuldigt.

(Wahrscheinlichkeit: 5%)

4. Browsergames auch als Retailspiel zu kaufen

Wer hat es sich nicht gewünscht: Endlich sein vielgespieltes Browsergame auch im Regal stehen zu haben. Schön sieht die Verpackung aus neben den verstaubten Pokalen oder Büchern und letztendlich hat man als User sogar noch weitere Vorteile aus dem Kauf der Retailversion ziehen können. Denn, wie es bereits Frogster mit Runes of Magic vor einiger Zeit vor machte, zeigt nun Xybris Interactive mit Fame2u, dass man User nur genügend offensichtliche Incentives vorlegen muss, um die Retailversion für den User attraktiv zu machen. Neben einem exotischen Tiger als Haustier, bekommt man für 9,95 Euro virtuelle Güter und Premium Features im Werte von 20 Euro.

Mögliches Szenario: Jeder will sein Browsergame im Regal stehen haben. Die Computerspieleabteilungen brauchen auf einmal mehr Platz für die ganzen Games und auch die User benötigen mehr Freiraum für ihre gesammelten Retailpackungen. Die Publisher freuen sich über zusätzlichen Umsatz und ein schwedischer Möbelhersteller erlebt einen explosionsartigen Anstieg seiner verkauften Billy-Regale.

(Wahrscheinlichkeit: 3%)

5. Eine Casual Multiplayer Online Welt

Gibt es nicht! Gibt es doch! Heimlich, still und leise scheint es bald ein neues Produkt zu geben, dass die Casual Gaming Welt nun auch im Multiplayer und in einer virtuellen Welt vereinen könnte: Alamandi ist das Stichwort. Diese neue Art von Spiel aus dem Hause Intenium soll Anfang Oktober fertig sein und darf mit großer Spannung erwartet werden. Insbesondere dadurch, dass es bereits jetzt erste ähnliche Konzepte gibt, die aus Deutschland kommen.

Mögliches Szenario: Alamandi ist in aller Munde bei Casual Gamern und wird ein riesengroßer Erfolg. Online Games mit anderen Zielgruppen als Casual-Gamer verlieren jedoch kaum an aktiven Usern.

(Wahrscheinlichkeit: 70%)

2 Kommentare zu “Was wird das Online Games Business verändern?”

  1. SchlimmSchlimm

    Also wer Nummer 5 für 70% wahrscheinlich hält, disqualifiziert sich ja schon fast selbst (sorry)…

  2. Rolli

    Ich denke das das neue Spiel von BigPoint auf jeden Fall noch mehr Bewegung in den Markt bringen wird, denn es ist wirklich klasse. Habe es mir auf der GCO angesehen und bin sehr beeindruckt!

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