Richard Garriott gründet Social Games-Unternehmen
Der Name Richard Garriott ist vielen Spielern ein Begriff. In den 1980er und 1990er-Jahren entwickelte er mit seiner Firma Origin - die 1992 von Electronic Arts aufgekauft wurde - bahnbrechende PC-Spiele wie die Ultima-, Wing Commander- und Privateer-Reihen. Nach einer Zeit der Abstinenz im Computerspiele-Bereich meldet sich Garriott nun mit seiner neuen Firma Portalarium zurück und möchte im Bereich Socialgaming mitmischen.
Der 1961 in Cambridge, England geborene Richard Garriott hat Erfahrungen in der Entwicklung von Onlinegames. Ultima Online, das 1997 unter seiner Regie erschien, war einer der Vorreiter der MMORPGs und ist bis heute aktiv. Doch Tabula Rasa, welches er nach seinem Weggang von Origin/Electronic Arts im Jahr 2000 unter dem Label Destination Games bei NC Soft entwickelte, brachte nicht den gewünschten Erfolg. Schon ein Jahr nach Veröffentlichung wurde der Betrieb des Spiels im November 2008 eingestellt. Garriott verließ NC Soft und kümmerte sich zunächst um andere Projekte, die auch mit seinem Ausflug als Weltraumtourist zur International Space Station im Oktober 2008 in Zusammenhang standen. Mit Portalarium kehrt er nun zu seinen Wurzeln zurück und will wieder Spiele entwickeln. Allerdings im Bereich Socialgaming etwa auf Facebook. Garriott möchte mit Portalarium “Premium Games” auf Facebook veröffentlichen und sieht in diesem Markt ein ähnliches Potenzial wie seinerzeit im Genre der MMORPGs. Er ist sich der starken Konkurrenz etwa durch Zynga und Playfish/Electronic Arts bewusst, ist aber der Meinung, dass bisherige Social Games an Qualitätsproblemen leiden.
Wie er dies in Zukunft ändern möchte und was unter “Premium Games” zu verstehen ist, muss man abwarten. Das erste Spiel, Sweet @$! Poker scheint eher ein Standard-Pokerspiel zu sein. Allerdings wird dieses von einer externen Firma entwickelt. Das erste eigene Projekt ist der Portalarium Player, der eine Spieleplattform in Social Networks erschaffen will. Weitere Projekte in Arbeit sind PortCasino, eine Sammlung an Casinogames, zu denen auch Sweet @$! Poker zählt und CenterPort. Dieses soll ein Socal Hub für das OpenLife-System werden, in dem sich Spieler treffen, austauschen und Minispiele spielen können. Alles keine wirklich neuen Ideen. Ob den vollmundigen Versprechungen über “Premium Games” auch Taten folgen, bleibt zu hoffen. Denn an Erfahrung, Ehrgeiz und Interesse an neuen Ideen und Märkten mangelt es Richard Garriott nicht.
