Interview mit Sascha Kaddatz von Northworks
Erst vor wenigen Tagen konnte Northworks eine Kooperation mit der SevenOne Intermedia GmbH verkünden. So wird Goalunited der offizielle RAN Fußballmanager und kann somit auf viele neue User hoffen. Welche Hintergründe die Zusammenarbeit haben wird und womit man bei Northworks noch rechnen darf, erfährt man im Interview mit Sascha Kaddatz, Managing Partner bei Northworks.
GameBizz: Was sind die jüngsten Entwicklungen bei Northworks?
Sascha Kaddatz: Am Dienstag haben wir offiziell die Zusammenarbeit mit SevenGames Intermedia verkündet. In einer speziellen Co-Branded Version stellen wir Sat.1 RAN unseren erfolgreichen Fußballmanager goalunited zur Verfügung. Das look & feel wurde dabei dem Design der Marke RAN angeglichen, jedoch spielen die Nutzer in der gleichen Spielwelt unserer bereits etablierten Community von goalunited. Somit profitiert der RAN-Manager von einer lebendigen aktiven Spielwelt und die neuen Nutzer können sich gleich hundertausenden von anderen Managern in verschiedenen Spieldisziplinen stellen.
Insgesamt spielt bei northworks zurzeit das Thema Reichweite eine sehr große Rolle. Mit Hilfe der letzten Wachstumsfinanzierung, die wir erhalten haben, wurde erstmals begonnen auch eigenes Online-Marketing im größeren Maße durchzuführen. Somit konzentrieren wir uns vornehmlich nicht mehr alleine auf die Aktivitäten aus unseren Partnerschaften.
GameBizz: Wie umfangreich ist die Kooperation mit Ran und wie zufrieden seid ihr mit dem Auftakt?
goalunited auf der RAN-Website
Sascha Kaddatz: SevenGames vermarktet goalunited powered by RAN auf seinem Spieleportal, sowie auf der Webseite von Sat.1 und als offizieller Fussballmanager auch auf der Webseite von RAN. Seit gestern wird die Vermarktung des Fußballmanagers noch auf Sat.1 mit Fernsehwerbung unterstützt. Bereits jetzt können wir einen deutlich Anstieg der Nutzerzahlen feststellen. Daher rechnen wir für die nächsten Wochen mit einem starken Zuwachs der Spielerzahlen.
GameBizz: Wie läuft ballersunited? Worauf fokusiert ihr euch bei diesem Spiel?
Sascha Kaddatz: Das Spiel ballersunited ist offiziell im März gestartet, haben aber bisher kein aktives Marketing für das Spiel betrieben. Das Spiel wächst zurzeit rein viral und wir nutzen die Zeit, um noch ein paar Features und das Balancing zu optimieren. Die aktive Vermarktung wird aber demnächst in Deutschland und den USA beginnen. Parallel werden wir das Spiel in weitere Sprachen lokalisieren und anschließend die Vermarktung in den wichtigsten Basketballmärkten starten.
GameBizz: Was sind – neben der Thematik – Hauptunterschiede zwischen goalunited und ballersunited?

Bislang nur viral gewachsen
Sascha Kaddatz: Ein wesentlicher Unterschied, neben den Sportarten, ist bei ballersunited die Symbiose aus Manager- und Sammelkartenspiel. Spieler haben die Möglichkeit durch den Erwerb von sogenannten Boosterpacks ihren Verein um Spielfeatures zu erweitern. Jedes Boosterpack besteht aus sieben zufällige Karten, welche zum Beispiel neue Taktiken, spezielle Items oder Talente für Basketballspieler enthalten. Gefällt einem Nutzer eine Karte nicht, kann er diese auf dem Basar an andere Spieler verkaufen.
GameBizz: Wie viel Mitarbeiter hat northworks derzeit? Mit wie vielen plant ihr bis Ende 2010 und habt ihr vakante Stellen?
Sascha Kaddatz: Wir haben zurzeit 14 festangestellte Mitarbeiter, welche an der Entwicklung und Vermarktung von ballersunited und goalunited arbeiten. Dazu kommen noch einmal circa 60 freiwillige Mitarbeiter, die uns im Community-Support unterstützen. Bis zum Ende des Jahres werden wir (mit dem anstehenden Nutzerwachstum) vor allem den Community-Support weiter ausbauen. Hier suchen wir im Wesentlichen Muttersprachler in verschiedenen Sprachen, die die Kommunikation zwischen uns und der Community, sowie die Lokalisierung organisieren und durchführen.
Mit der Entwicklung des dritten Spiels werden wir auch weitere Kapazitäten in der Programmierung und Vermarktung benötigen, allerdings rechne ich hiermit nicht vor Anfang nächsten Jahres.
GameBizz: Es starten derzeit eine Fülle neuer Studios – für wie viele davon gibt es im Markt Platz?
Sascha Kaddatz: Gute Frage. Anhand aktueller Zahlen ist zu erkennen, dass vor allem der Online Games Markt weiterhin ein sehr gutes Wachstum aufweist. Damit nehmen natürlich die Zahl der Mitbewerber automatisch zu. Aber zum Glück lassen sich in der Regel erfolgreiche Spiele nicht alleine durch große Budgets entwickeln und vermarkten und somit bietet sich auch kleineren Firmen immer wieder eine Chance. Spieleentwicklung ist ein sehr kreativer Prozess und der Erfolg hängt auch immer von der Spielidee und der Qualität der Umsetzung ab. Die Ähnlichkeiten zur Filmindustrie sind sicherlich vorhanden. Spiele mit Millionenbudgets können genauso floppen wie einen Millionblockbuster im Kino.
Ein Teil des Gamesmarkts steht zurzeit vor einem großem Umbruch. Free2Play als Geschäftsmodell und Online Games setzen sich mehr und mehr durch und auf der Gamescom war das Wort Konsolidierung nicht nur einmal zu hören. Ich denke die nächsten Jahre werden spannend bleiben.
GameBizz: Danke für das Interview!
