Interview mit Christian-Cornelius Weiß von gimigames

gimigames_logoSkill-Cash-Games-Anbieter gimigames ermöglicht es seit dem Sommer 2009 Spielern, in schnellen Games echtes Geld zu verdienen. Das Konzept scheint das Interesse von Investmentfirmen geweckt zu haben, weshalb gimigames im vergangenen Jahr bereits zweimal Finanzierungen in sechsstelliger Höhe erhielt. Wir haben CEO Christian-Cornelius Weiß zum Interview gebeten und ihn zu den Finanzspritzen, dem Konzept hinter gimigames und der Konkurrenz befragt.

GameBizz: Gimigames existiert noch nicht sehr lange und doch haben sich mit der Mountain Super AG und DuMont Venture zwei Unternehmen gefunden, die jeweils sechsstellige Beträge als Finanzspritze zur Verfügung gestellt haben. Was meinst du, woran dies liegt?

Christian-Cornelius Weiß: Ich denke, dass unsere Investoren - genau wie wir - davon überzeugt sind, dass sich mit unserem Gaming-Konzept ein erfolgreiches Geschäft aufbauen lässt und dass unser Team dazu in der Lage ist, das zu tun. Unser Konzept verbindet viele Vorteile bestehender Gaming-Modelle und bietet perspektivisch Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsvorteile gegenüber bestehenden Angeboten: Wir haben wie andere Skillgaming-Anbieter ein klares Geschäftsmodell dadurch, dass wir in unserer Echtgeld-Welt eine (geringe) Spielgebühr einbehalten. Wir bieten Multiplayer-Erlebnisse, da unsere Spiele gleichzeitig von Spielern aus der ganzen Welt gegeneinander gespielt werden können und  bieten mit unserem Mehrrunden-Prinzip, der Aussicht, relevante Jackpots abzuräumen und unseren intuitiv verständlichen Spielen einen hohen Spielspass.

GameBizz: Derzeit erhalten sehr viele Unternehmen, die etwa Social Games oder andere Free to Play-Spiele entwickeln, Finanzierungen. Siehst du hier die Gefahr der Übersättigung des Marktes?

Christian-Cornelius Weiß: Eine Übersättigung des Marktes durch zu viele Gaming-Angebote sehe ich nicht. Aufgrund des sich noch immer dramatisch zu Gunsten des Internets verändernden Medienkonsums und der erst jetzt das Internet entdeckenden Zielgruppen (insb. Frauen und ältere User, sowie Regionen mit einer noch geringen Internetpenetration) bin ich fest davon überzeugt, dass der Wachstumstrend im Bereich Online-Gaming noch eine Weile anhalten wird. Zusätzlich zu den neu zu erschließenden Nutzergruppen wird es aber natürlich auch im Online Gaming Verdrängung und Kannibalisierung geben und sich der Beste durchsetzen. Das ist hier im wahrsten Sinne des Wortes Teil des Spiels und macht – zumindest für uns Anbieter - sicherlich auch die Spannung und den Spaß des ganzen aus.

GameBizz: Ihr bietet ein interessantes Konzept an, über das Spieler Geld gewinnen können, welches aber nur greift, wenn genug Mitspieler vorhanden sind. Welche Planung habt ihr derzeit, um eine große Anzahl an Spielern für euch zu gewinnen?

Christian-Cornelius Weiß: Du hast Recht, für uns ist es sehr wichtig, eine kritische Masse zu erreichen. Ehrlich gesagt habe ich mir das im Spätsommer/Herbst 2009, als wir an den Start gegangen sind, leichter vorgestellt, freue mich jetzt aber darüber, dass wir täglich lernen und optimieren und auf einem sehr guten Weg sind, die kritische Masse zeitnah zu erreichen.  Neben einer Reihe produktseitiger Aspekte spielt hierbei natürlich auch die Nutzergewinnung über die klassischen Online-Marketing-Kanäle sowie die Social Networks eine wichtige Rolle. Wichtig ist auch unser Ansatz als “Network”, d.h. als (Whitelabel-)Anbieter unserer Spiele und Technologie für Dritte bereitzustellen. Diesen werden wir in den kommenden Monaten stark ausbauen, um Nutzer aus verschiedenen Quellen & Brands parallel zu unserer eigenen Pilotplattform “gimigames” gegeneinander spielen zu lassen.

GameBizz: Es gibt etwa mit Tipp24Games, skill7, Gameduell oder King.com sehr starke Konkurrenz im Skill-Cash-Games-Bereich. Wie schätzt du die Chancen von gimigames ein, sich in diesem Markt zu behaupten und was glaubst du, hebt gimigames von den Konkurrenten ab?

Christian-Cornelius Weiß: Die genannten Anbieter machen allesamt einen sehr guten Job und sind uns in vielen Aspekten deutlich voraus. Wir sehen uns aber nicht als direkte Konkurrenz zu ihnen, da wir unseren Nutzern nicht primär “1 gegen 1 – Duelle” anbieten, sondern Multiplayer-Erlebnisse. Daraus ergibt sich zum einen eine andere, deutlich interaktivere Game-Experience und zum anderen die Aussicht, mit geringen Einsätzen erheblich höhere Gewinne zu erspielen. “Zocker” kommen bei uns daher viel besser zum Zuge und unsere Nutzerschaft ist daher sicherlich näher an der von Poker-Anbietern, als an der der genannten Anbieter.

GameBizz: Gimigames bietet schnelle und unkomplizierte Spiele an. Ist dies eine der Voraussetzungen für euer Geschäftsmodell oder würde dies auch mit “komplexeren” Spielen funktionieren?

Christian-Cornelius Weiß: Ja, die Einfachheit unserer Spiele ist aus unserer Sicht eine wichtige Voraussetzung. Unser Ziel ist es, möglichst vielen Spielern ein intuitives Verständnis der Spiele zu ermöglichen, um die zeitliche und kognitive Einstiegsbarriere so gering wie möglich zu halten. Der Reiz unseres Konzeptes besteht unserer Einschätzung nach nicht vorrangig in der Qualität der einzelnen Spiele, sondern im zugrundliegenden, kompetitiven Multiplayer-Erlebnis.

Über Christian-Cornelius Weiß:

cweiss_gimigames_0808Christian-Cornelius Weiß hat an der WHU in Vallendar BWL studiert und anschließend gemeinsam mit Max Moldenhauer (jetzt www.spotrails.com) und Christian Schagen (jetzt www.linklift.de) den Sprachlösungsanbieter Mundwerk gegründet. Nach dem Verkauf von Mundwerk an die Stuttgarter Firma excelsis war Christian als “Head of FIFA World Cup Ticketing Center” für das Ticketing der Fußball-WM in Deutschland verantwortlich und hat anschließend u.a. beratend für den European Founders Fund gearbeitet, für den er die Berliner Rocket Internet GmbH gegründet und bis Ende 2008 geschäftsführend geleitet hat. Seit Anfang 2009 ist er gemeinsam mit seiner Kollegin Barbara Mifsud CEO der Prima Live Limited, dem Betreiber von www.gimigames.com .

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