Das Browsergames Forum - Ein Rückblick
Das Browsergames Forum ist vorbei und möglicherweise hat der eine oder andere der insgesamt 450 Teilnehmer, selbst nach schon zwei vergangenen Tagen, immer noch ein geteiltes Gefühl in sich. Große Firmen und Personen wurden angekündigt. Tolle Vorträge standen auf dem Programmplan und eine Award Verleihung sollte in gewisser Hinsicht das Sahnehäubchen der Veranstaltung sein. Wie es wirklich war, wo die Probleme lagen und wie man es vielleicht besser machen könnte, liest man hier in der Zusammenfassung des Browsergames Forum.
Die Speaker
Im Vorfeld hätte man sicherlich sagen können, dass die Liste der Speaker und die daraus resultierende Anwesenheit der Personen wirklich extrem gut war. Die Realität sah sicherlich ein wenig anders aus, denn auf den Gängen des Cinestar Kinos in Frankfurt konnte man des öfteren den Satz ,,Also der Vortrag hat jetzt auch nichts Neues erklärt…” zumeist von jüngeren Developer Teams hören, die darauf gehofft hatten von den Marktführern ein paar interessante Infos zu erhaschen. Doch eigentlich kein Wunder, weil zwar die deutsche Elite der Browsergames vor Ort war, diese aber natürlich nicht das Rezept ihres Zaubertranks verraten, um sich vor der möglichen Konkurrenz im Nacken zu schützen. Somit blieben dann leider auch die Panels meist mit der Antwort ,,no comment” ein wenig fade im Gedanken des Besuchers.
Vielleicht lag es aber auch gar nicht an der Angst zu viel verraten zu können, sondern an der Richtlinie, die im Vorfeld angepriesen wurde, dass man den Vortrag doch bitte in Englisch abhalten solle, zugunsten des internationalen Publikums, welches zu circa 10% der Besucher bestand. Auf der einen Seite eine große Barriere für den einen oder anderen Speaker, auf der anderen Seite sollten wir uns wohl vor Augen halten, dass wir uns nicht beschweren dürfen, dass Deutschland oftmals vergessen wird im internationalen Gaming Vergleich, wenn wir nicht mal die Vorträge bei einem Event in Deutschland (Heimspiel) auf Englisch sprechen wollen.
Besonders gut gefielen jedoch Jens Begemann (wooga), Julian Hühnermann (gratispay) und Viktor Pulz (OGLabs, Coblis), deren Präsentation sehr interessant waren und durchweg mit einem guten Englisch überzeugen konnten. Weitere gute Vorträge dürfen in den Comments genannt werden.
Die Organisation
Sicherlich wird der eine oder andere direkt sagen:,,Am Freitag morgen gab es keinen Kaffee!” woraufhin ich sagen muss:,,Dafür war der Rest doch wirklich fast fehlerfrei.” Natürlich darf man des Deutschen liebstes Morgengetränk nicht vergessen und insbesondere dann nicht, wenn die Eröffnung sich 30 Minuten verzögert, aber ein wirkliches K.O. Kritierium sollte es nicht sein. So gab es noch einige kleinere und größere Verzögerungen bei den Speakern und oftmals wussten nur wenige, wer genau gleich sprechen würde, aber ansonsten war doch alles vorhanden: Die Hotels waren nah zur Location, die Anmeldung ging sehr schnell voran und das Frühstück am Samstag Morgen war direkt beim gegenüberliegenden Cafe zum Cinestar…oder auch nicht.
Das Abendprogramm
Achtung: Dieser Abschnitt ist wenig kritisch
Groß wurde er angekündigt: Der EIGA Award. So richtig interessiert hat er aber eigentlich niemanden. Das klingt im ersten Augenblick ein wenig vernichtend, was daran liegen könnte, dass es auch so gemeint ist. Denn wieso wird ein Award beim Browsergames Forum eingepriesen, bei dem exakt ein Browsergames Publisher (und zwar Bigpoint) nominiert wurde? Man konnte es auch eigentlich direkt an den beiden Moderatoren Viola Tensil und Mola Adebesi merken, dass diese Veranstaltung nicht genau wusste, wo sie stehen sollte: Seriös und wichtig oder neu und unwissend? So versuchten die beiden Moderatoren dann in der Praxis aus dem typischen Good Cop Bad Cop Spielchen das Beste aus der Veranstaltung zu machen, die sich zu Beginn darin auszeichnete wichtige, anwesende politische Personen aufzuzählen. Genau diese Reden kamen direkt viermal (4x) hintereinander. Beinahe schon ein Todelsurteil für jede Spannungskurve. Besser wurde es nur noch, dass jeder aufgezählte Politiker selber auch nochmal sprechen durfte und die Blumen in englischer Sprache weiterreichen wollte und musste. Teilweise musste man bei den Reden, in denen hauptsächlich die Gaming-Stadt Frankfurt angeprisen wurde, an andere Politiker denken.
Das Fazit
Englischbarriere, Zeitverzögerung und nicht kommunizierte Locations für ein Frühstück, all das macht das Browsergames Forum trotzalledem nicht zu einem schlechten Event, sondern zu einem Event, welches noch extrem viel Potenzial hat, sich weiterzuentwickeln und noch besser zu werden. Denn, seien wir ehrlich, was hier geleistet wurde, war einmal mehr Pioniersarbeit und auch wenn es in diesem Jahr vielleicht noch unnötig erschien auf Englisch vorzutragen: Bei dem nächsten oder einem anderen Forum sind vielleicht 40% Englischsprachige Teilnehmer vorhanden und dann wird es sowieso erforderlich sein. Somit bleibt nur noch zu sagen: Bis zum nächsten Jahr, dann aber ohne EIGA Award.

am 9. November 2009 um 21:53 Uhr.
Ich hoffe ihr habt noch das eine oder andere Video-Interview machen können - würde mich freuen!
am 10. November 2009 um 19:22 Uhr.
Und darüber ging hier mal DIE Nachricht komplett unter, EA kauf Playfish für bis zu $ 400.000.000 …
am 13. February 2010 um 12:49 Uhr.
eRepublik ist international aufgestellt und wer mitspielt wird Bürger eines Landes (Bspw. eDeutschland, ePolen, eRussland, eUSA usw.)
Zur Zeit hält ePolen eDeutschland zu 80% besetzt! eDeutschland kann sich nicht wehren, da es zu wenige Bürger hat. Also helft uns und meldet euch an!
http://www.erepublik.com/de/referrer/Mr.+Detail