Betrug in Social Games erreicht nach Facebook nun das iPhone

Wie Techcrunch berichtet, erreicht eine Welle an Betrugssoftware die Games auf dem iPhone. Bereits vergangenes Jahr hatte das Social Network Facebook mit solchen Gaunereien zu kämpfen, in denen vermeintliche Spiele Gamer dazu verführten, Langzeit-Handyverträge einzugehen oder mit Malware verseuchte Toolbars zu installieren. Ein Teil dieser Betrugssoftware wurde inzwischen von Facebook entfernt, doch nun macht sie sich auch auf Apples iPhone breit.

OfferPal Media, SuperRewards und neuerdings auch Google verbreiten die Software, bei der es sich auf dem iPhone hauptsächlich um SMS-Abonnements handelt. Dabei spielen die User meist ein Quiz mit der Aussicht, virtuelle Währung zu gewinnen. Doch um die Antworten zu erhalten, müssen sie ihre Handynummer angeben. In dem auf einem Handydisplay unlesbaren Kleingedruckten werden sie zwar auf ein Abonnement und dessen Kosten hingewiesen, doch viele User übersehen dies. Von Techcrunch auf die Verbreitung der Software angesprochen, gab George Garrick, CEO von Offerpal, ein Statement ab, in dem er die strikten Regeln, unter denen Drittanbieter ihr Software via Offerpal anbieten dürfen, erwähnte. Er gab jedoch zu, dass einige Anbieter, welche den Usern SMS-Abonnements unterjubeln, vermutlich nicht genug klar machen, worum es sich bei ihrem Dienst handelt. Offerpal will nun Feedback hierzu sammeln und sich der Sache annehmen.

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, Kunden so darüber zu informieren, was sie sich kaufen, dass es jeder verstehen kann. Ebenso muss geschaltete Werbung intensiv nach Betrügereien geprüft werden. Bleibt zu hoffen, dass Offerpal und alle anderen Unternehmen daraus lernen. Am Beispiel Zynga jedoch sieht man auch, dass ein solcher Betrug auch beabsichtigt sein kann. Nach der Zusammenarbeit zwischen Social Games-Anbieter Zynga und Zwinky, einer Malware-Toolbar, die sich nicht mehr vom PC entfernen ließ, gab Zyngas CEO Mark Pincus offen zu, mit diesem Betrug den Gewinn des Unternehmens gesteigert zu haben, um Zynga zu dem zu machen, was es heute ist. Andere Firmen denken hier mit Sicherheit ähnlich. Es besteht klar ein Reiz darin, mit solchem Betrug das schnelle Geld zu machen, doch letztenendes schadet dies dem Ruf eines Unternehmens und man muss sich auch immer vor Augen halten, dass es sich um Verbrechen handelt.

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