Aus Alt mach Neu!? Recycling für die Online Games!

Seit längerem gibt es immer wieder Gerüchte darüber, dass Spiele aus vergangenen Zeiten für aktuelle Plattformen neu aufgelegt werden sollen. So könnte es bald Siedler im Browser geben (GameBizz berichtete) oder Command and Conquer als Free-To-Play Version. Das Gamerherz lacht in solchen Augenblicken. Wie unter anderem Mashable vor einigen Tagen berichtete, soll im Juni diesen Jahres Civilization für Facebook erscheinen. Der Satz alleine klingt schon erstaunlich, denn wenn man sich an frühere Zeiten erinnert, hieß es doch immer “Guitar Hero für die PlayStation”, “Kirby für den GameBoy” oder “Donkey Kong für das SNES”. Doch dies scheint vorbei: das eigentliche Spielegerät ist nicht wie bisher etwa eine Konsole, sondern wird im Browser geöffnet (Facebook).

Doch um beim eigentlichen Thema zu bleiben, sollte man sich doch fragen: Warum müssen alte Titel neu aufgelegt werden? Weshalb Recycling? Wieso müssen Relikte aus der Vergangenheit, die in unseren Köpfen als stundenlanger Spielspaß verweilen, wieder herausgenommen und für Facebook oder iPhone adaptiert werden? Die Zugkraft der Marke spielt hier sicher eine große Rolle. Denn Facebook wird auch von vielen Usern genutzt, welche die Originaltitel kannten und so ein gewisses Interesse an einer Neuauflage haben. Meist jedoch ist es so, dass sich diese Remakes vom Original unterscheiden. Wichtig ist bei Neuauflagen nicht, dass der neue Titel nicht originalgetreu in Grafik und Spieltiefe ist, sondern dass die neuen Monetarisierungswege aus dem Spiel ein ganz anderes machen als früher - sofern man denn Geld mit diesen Games verdienen möchte, wovon man ausgehen sollte. Denn wir wissen doch: Spielspaß wird durch die Spielmechanik gesteuert und diese wiederum durch das Modell der Monetarisierung. Also darf man gespannt sein, wie zum Beispiel ein Siedler für den Browser ähnlich viel Spaß bringen soll wie früher - wenn man auch noch bedenkt, dass man das Spiel hauptsächlich in der Solo-Kampagne gespielt hat.

Doch unser Augenmerk liegt auf Civilization: Über 60.000 Fans gibt es bereits auf Facebook; auf dem iPhone war es bislang auch erfolgreich. Vielleicht können wir uns doch freuen auf ein neues, gutes Spiel mit einem alten Namen. Und selbst, wenn das Spielprinzip nicht 1:1 in die Neuauflage übernommen, sondern an den Social Gaming-Markt angepasst und sich dadurch in gewisser Weise vom Originalspiel unterscheiden wird, dies muss nicht bedeuten, dass es dadurch schlecht ist.

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